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CP/M-Forum » Andere CP/M-Versionen » Nicht CP/M, dafür aber RIO » Threadansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
08.07.2011, 13:56 Uhr
Robotrontechnik



Ich habe im Zuge der Datensicherung einige Disketten hier, auf denen sich eine exotische Variante von ZILOGs Betriebssystem RIO befindet.
Bislang verweigern sich diese Disketten einer Datensicherung, obwohl sie offenbar physisch fehlerfrei sind.
Ich kenne und sichere viele Arten historischer Disketten, aber an diesen hier beiße ich mir die Zähne aus.

Ich besitze andere Rechner, auf denen RIO-kompatible Systeme (genau gesagt UDOS) laufen, aber auch die können diese Disketten nicht lesen.
Ich vermute, dass dieses RIO ein exotische Form der Sektor-Prüfsummenbildung benutzt.

Es handelt sich um softsektorierte einseitige 8-Zoll-Disketten, 26 Sektoren pro Spur, 77 Spuren, MFM-kodiert.

Der PC-Floppycontroller (ANADISK) bezeichnet alle Spuren als unformatiert, der Catweasel-Controller erkennt 26 defekte Sektoren pro Spur. Zumindest sieht das, was der Catweasel an Daten liefert, inhaltlich vernünftig aus. Trotzdem kann ich nicht ausschließen, zumindest teilweise Datenmüll gelesen zu haben.

Der zugehörige Original-Computer (anscheinend von Carl Zeiss gebaut) ist nicht mehr vorhanden. Ich weiß bislang weder, wie der hieß, noch glaube ich, dass ein Exemplar überlebt hat. Offenbar war es ein schrankgroßer 8-Bit-Rechner mit einem seriellen Terminal als Bedienkonsole und Digitizer, Drucker und Plotter als Peripherie.

Die Basisversion des Betriebssystems stammt von 1978, die Disketten wurden 1982 generiert. Das Dateisystem nennt sich auch ZDOS.

Hat jemand von Euch Erfahrung mit RIO-Disketten / -Dateisystemen?
Hat jemand Computer, auf denen vielleicht diese Disketten laufen könnten?
Gibt es irgendwelche Konverter/Emulatoren für RIO auf dem PC?

Dieser Post wurde am 08.07.2011 um 14:05 Uhr von Rüdiger Kurth editiert.
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001
16.07.2011, 19:38 Uhr
timetube

Avatar von timetube

Hi, schon mal versucht einen ganzen Track auszulesen und die Sectoren dann daraus zu extrahieren. Dann wäre zumindest die CRC-Generierung der Sectoren schon mal latte. OK, der Interleave, aber das müsste man noch rauskriegen können. Wahrscheinlich 8"IBM.

ZDOS, da bekommst Du sicher eine Filesystem Docu, so dass Du die Sectoren richtig decodieren kannst und letzlich die Files wieder richtig extrahieren könntest.

Da wird natürlich ne` Mamutaufgabe, aber wenn`s schön macht ))

j.
--
"Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt." Ein Stein.

Dieser Post wurde am 16.07.2011 um 19:39 Uhr von timetube editiert.
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002
17.07.2011, 00:13 Uhr
Robotrontechnik




Zitat:
timetube postete
Hi, schon mal versucht einen ganzen Track auszulesen und die Sectoren dann daraus zu extrahieren. Dann wäre zumindest die CRC-Generierung der Sectoren schon mal latte.

Und woher soll ich ohne CRCs wissen, ob mein Laufwerk nicht falsch gelesen hat? Normalerweise machen Rechner in solchen Fällen nach Auswertung der CRC stillschweigend erneute Leseversuche, die in dem meisten Fällen auch irgendwann positiv enden, ohne dass der Bediener davon was mitkriegt.

Eine Spur mit dem Catweasel mehrfach zu lesen und die Ergebnisse zu vergleichen ist auch nicht zielführend, denn aufgrund der Drehzahlschwankungen bekomme ich bei jeder Diskette immer unterschiedliche Ergebnisse.


Zitat:
ZDOS, da bekommst Du sicher eine Filesystem Docu, so dass Du die Sectoren richtig decodieren kannst und letzlich die Files wieder richtig extrahieren könntest.

Mir geht's in erster Linie um die Sicherung des Disketteninhalts.
Eine Extraktion der Einzeldateien entsprechend dem Dateisystem ist ein viel späterer Schritt.
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003
17.07.2011, 11:12 Uhr
timetube

Avatar von timetube


Zitat:
Rüdiger Kurth posteteUnd woher soll ich ohne CRCs wissen, ob mein Laufwerk nicht falsch gelesen hat? Normalerweise machen Rechner in solchen Fällen nach Auswertung der CRC stillschweigend erneute Leseversuche, die in dem meisten Fällen auch irgendwann positiv enden, ohne dass der Bediener davon was mitkriegt.

Das kannst Du nicht, aber ja auch dann nicht, wenn du den CRC Algorithmus nicht kennst, es ändert sich also erst einmal nichts für Dich dadurch.

Aber beim Lesen eines gesamten Tracks wird von Kontrolle auf das eigentliche high-level Format nicht mehr geachtet, es wird von Index zu index gelesen, natürlich vom MFM Takt getriggert richtige Bytes gelesen.

Anhand dieser Track Daten kann man aber sehr genau die Nutz von den Formatierungs- und Synchonisationsanteilen unterscheiden und einiges über das Format u.s.w. erfahren.

So ein Track kann wunderbar in seine Sektoren auf gesplittet werden. Man erfährt wie viele Sectoren u.s.w. wirklich da sind, wie die durchnummeriert wurden, welche Füll- und Synchronisationszeichen verwendet wurden und vieles mehr über das Low-Level-Format.

Und mal ehrlich, wenn Du jeden Track drei mal liest und zwei davon sich in Nichts unterscheiden, dann ist das doch auch schon fast so gut wie sicher richtig?. OK, ist ein echter Fehler im Track, dann nutzt das nichts, aber eben auch das wiederholte Lesen eines einzelnen Sectoren nicht.

Du haust uns hier den Giganten der Floppy-Controlertechnik (Catwiesel) um die Ohren, da dachte ich mein Vorschlag würde Dich auf ein paar solcher Ideen bringen.

Und, wenn Du eh nur die Disketten sicher willst, dann ist eine Track-Copy immer das Mittel der Wahl, da Du dann nicht nur die Nutzdaten sondern ein echtes Image von der Floppy bekommst. Da ist es dann ja auch egal wie viele Sektoren u.s.w. verwendet wurden. Ich dachte Du wolltest die Files wieder herstellen bzw. lesbar machen.

Ach ja, die unterschiedlichen Trackdaten zwischen von verschiedenen Geräten Formatierten Disketten sind normal und irrelevant. Am Ende jedes Tracks hängen Sync-Marken bis zum Index, das ist bei jedem Drive (Drehzahlabweichungen) etwas mehr oder weniger.

Schönen Sonntag noch

j.
--
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Dieser Post wurde am 17.07.2011 um 11:29 Uhr von timetube editiert.
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