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CP/M-Forum » Hardwareprojekte » 3,5" Floppy LW. » Threadansicht

Autor Thread - Seiten: [ 1 ] -2-
025
19.11.2013, 19:05 Uhr
susowa




Zitat:
Hein_Ko postete
... suche noch weiter und muss nachgrübeln...

Das zeigt mir eigentlich nur, dass Du Dich nicht zwischen Wunsch und Realität entscheiden kannst. Mit ein paar Bytes gibt es leider keinen PC-kompatiblen modernen und zukunftsicheren Wechseldatenträger, der auch als CP/M (System-)Datenträger taugt. Deine bisher angedachte Variante ist nicht PC-kompatibel.


Zitat:
Ja Ralf, das "virtuelle Floppy"-Projekt sieht in der Tat nicht schlecht aus. Jedoch ist damit immer noch nicht die BIOS-Probematik kleiner Code-größen und einer simplen Interface-Anbindung am Bus gelöst.

Ja aber der Datenträger ist modern :-)


Zitat:
Copy&Paste macht nicht schlau! Daher machen mir Eigenentwicklungen immer Spass.

Mir auch, wenn ich Zeit und Lust habe. Aber Dein Problem ist so alt wie ein durch die PC's abgelöstes CP/M - was erwartest Du also von anderen? Die haben "Ihre" Lösung schon gefunden oder warten weiter auf "Die" Lösung - ich will Dich nicht davon abhalten aber ganz sicher kostet es viel Zeit und Aufwand, den man bei einer Nachnutzung vorhandener Lösungen auf ein gesundes Mass reduzieren könnte.

MfG
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026
19.11.2013, 19:32 Uhr
Hein_Ko

Avatar von Hein_Ko


Zitat:
susowa postete

Zitat:
Hein_Ko postete
... suche noch weiter und muss nachgrübeln...

Das zeigt mir eigentlich nur, dass Du Dich nicht zwischen Wunsch und Realität entscheiden kannst. Mit ein paar Bytes gibt es leider keinen PC-kompatiblen modernen und zukunftsicheren Wechseldatenträger, der auch als CP/M (System-)Datenträger taugt. Deine bisher angedachte Variante ist nicht PC-kompatibel.

Mir auch, wenn ich Zeit und Lust habe. Aber Dein Problem ist so alt wie ein durch die PC's abgelöstes CP/M - was erwartest Du also von anderen? Die haben "Ihre" Lösung schon gefunden oder warten weiter auf "Die" Lösung - ich will Dich nicht davon abhalten aber ganz sicher kostet es viel Zeit und Aufwand, den man bei einer Nachnutzung vorhandener Lösungen auf ein gesundes Mass reduzieren könnte.

Lieber Ralf
Eine so nüchterne Analyse möchte ich bei meinen Hobbyaktivitäten so nicht anstellen müssen. CP/M ist für mich ehr eine entspannende Ablenkung von Stress und Alltag, um aber gleichzeitig mein Wissen zu erweitern. Auch wenn ich SEPIA hiezu einsetze, gibt es (für mich) eine klare Linie zwischen Hobby und Kommerz. Nenne mich einen CP/M-Romantiker oder Z80-Fan, das ist mir egal. Ich werde das angedachte Projekt jetzt erst mal ruhiger angehen und mir zunächst eine 1MB SRAM-Karte quasi als Silicon-Floppy-Ersatz entwickeln. Wenn das geschafft ist, sehen wir weiter, ob man noch eine "SD-Kopierstation" oben drauf flanscht. Diese muss ja nicht zwingend DOS-kompatibel sein. Es reicht (mir), wenn man die CP/M-Daten auf der SD zu einem weiteren Rechner transportieren und Back-Ups anfertigen kann.

Grüße, Heinrich
--
Es gibt keine Probleme - nur Lösungen !

Dieser Post wurde am 19.11.2013 um 19:37 Uhr von Hein_Ko editiert.
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027
19.11.2013, 21:01 Uhr
proof80



Hallo Heinrich,

als ich mal an der Frage der PC-Kombatibilität gebohrt hatte, habe ich mir das Format der YAZE-Files näher angeschaut. PC-seitig sind das Dateien, z.B. auf ein FAT-formatiertes Medium (CF-card oder SD etc.). Bei der CF hat man eine Art IDE-Interface, also parallel, was den Hardware-Anschluss auf der Seite des CP/Ms vereinfacht hätte.
Der Clou: innerhalb des YAZE-Files ist ein sauberes CP/M-Laufwerk abgebildet mit DIR-Spuren und allem Drum und Dran. Das kann ein BIOS mit den richtigen Parametern gut verdauen - man braucht nur den richtigen Anfangssektor. Die weiteren Sektoren liegen ja auch auf einem FAT-Medium sauber hintereinander, wenn es neu beschrieben wird.

Soweit mal als Anregung - also per YAZE den Aufwand auf dem PC in den Griff bekommen und ansonsten schön CP/Meln :-)


Gruß, Wolfram

Dieser Post wurde am 19.11.2013 um 21:03 Uhr von proof80 editiert.
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028
19.11.2013, 22:18 Uhr
m.haardt



Wozu so viel Aufwand? Es gibt extra Partitionstypen für CP/M. Das BIOS muss die Partitionstabelle verstehen, und eigentlich reichen sogar primäre Partitionen, das war's.

SD-Karten haben in der Regel sowieso schon eine Partitionstabelle. Freilich, mit CP/M 2.2 kann man nur 8 MB nutzen, mit CP/M 3 oder P2DOS immerhin 32 MB. Aber das langt eigentlich auch.

Michael
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029
19.11.2013, 22:43 Uhr
atzensepp




Zitat:
Hein_Ko postete
Hallo Florian

..... Daher die Idee einen ATMEGA / Propeller zu nutzen, um die Aufgabenlast aus dem Z80-BIOS möglichst rauszuhalten, sowie auf CP/M-Seite mit plumper Sektor-Ansteuerung (ähnl. CHS IDE) zu arbeiten.

Mittlerweile denke ich über folgende Lösung nach:
1MB SRAM-Disk als Laufwerk A: (Ansteuerung als EPROM-Floppy wie beim S100-Projekt), jedoch als DUAL-RAM nutzbar mit TriState Daten-Steuer-Adressbus, dann Umschaltung auf Propeller mit einem Taster an der Fontplatte, der den gesamten Inhalt sektorweise 1:1 auf SD kopiert (der kann sich ja dann zeit lassen)....

Viele Grüße, Heinrich

Hallo Heinrich,

mit einer Ram-Floppy "dazwischen" hast du noch eine weitere Option. Für mich sieht das zunächst nach mehr Aufwand aus. Was wäre der Vorteil? Du hast die CP/M-seitige Ansteuerung schon gelöst? Wie soll denn die Ramfloppy angesprochen werden? Über einen Peripheriebaustein oder Memory-mapped?

Wenn man über Memory-Mapping nachdenkt, kommt gleich der Gedanke, dass man das gesamte Memory - also auch das Boot-Rom mit auf die SD-Karte als eigenes File schreiben könnte. So dass man eine System-Entwicklung beschleunigen könnte: uC-Speicher mit SD-Karte und Programmierinterface.
Spendiere dem ATMEGA noch ein USB-Interface, dann könntest Du die Files gleich vom PC aus rüberschicken. So eine Lösung könnte dann auch für andere "Architekturen" (Arduino) für rapid Prototyping interessant sein.
Und es gilt dann das Prinzip: "Massenspeicher=Ram" - ist das nicht gerade so ein Hype (in Memory Database) :-)

Ich wollte eigentlich auch eine SD-Karte an mein CP/M-System ranstricken.
Allerdings war ich der Meinung, hardwaremäßig würde ein Pio mit Pegelwandlern ausreichen oder vielleicht gibt es einen "Schwessterchip" des PCF8584 für SPI.

Der Vorschlag von Wolfram mit dem YAZE-Format ist denke ich ein guter Weg, um die PC-Kompatibilität mit CP/M zu erreichen.

Grüße
Florian

Dieser Post wurde am 19.11.2013 um 22:52 Uhr von atzensepp editiert.
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030
19.11.2013, 22:50 Uhr
atzensepp




Zitat:
susowa postete

Zitat:
Hein_Ko postete
So richtig gefällt mir das aber auch noch nicht... suche noch weiter und muss nachgrübeln...

Warum wollen die Leute eigentlich immer das Fahrrad neu erfinden? Was Du machen willst, gibt es bereits fix und fertig seit einigen Jahren:

http://hxc2001.free.fr/floppy_drive_emulator/

Man kann es aus Spass an der Freude natürlich auch selbst entwickeln ...

MfG

An so einen Hardware-Floppy-Emulator von Lotharek habe ich auch schon gedacht und ich werde mir vielleicht demnächst einen gönnen.

Aber das Teil löst Heinrich's "Problem" noch nicht, da er, so wie ich ihn verstanden habe, noch kein Floppycontroller-Board hat.

Grüße
Florian
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031
19.11.2013, 23:35 Uhr
susowa




Zitat:
...so wie ich ihn verstanden habe, noch kein Floppycontroller-Board hat.

Er hat wohl noch keinen Wechseldatenträger für das CP/M-System, zuerst denkt man da eben an eine Floppy. Leider ist diese Art von Hardware nicht nur obsolet, sondern in ein paar bzw. wenigen Jahren nicht mehr sicher beschaffbar.
Die Floppy ist aus der Sicht von BDOS/BIOS eben die gängigste Variante und mit verhältnismässig erprobtem und grössenmässig ertragbarem Programmcode im BIOS zu erschlagen.
Eine "starre" RAM-Floppy kommt dem noch entgegen, da es i.d.R. nur ein Format geben wird, macht den Code noch einfacher und kleiner. Wenn man noch gar nichts hat, ist man frei in seiner Entscheidung - also ein echter Grund was selbst auf die Beine zu stellen :-) - also viel Erfolg bei der Forschungsarbeit!

MfG
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032
20.11.2013, 17:15 Uhr
Hein_Ko

Avatar von Hein_Ko

Hallo CP/M-Freunde

Ich freue mich wirklich, dass Ihr mir helfen wollt und Ihr alle habt recht.

@ Wolfram: Ja, YAZE hört (liest) sich gut an, bringe es aber leider bei mir nicht zum laufen. Habe keine EXE. Muss man das auf DOS (Windows) nochmal neu compilieren?

@ Michael: Ja, zugegeben, dies ist alles ein wenig "overstyle". Ihr seit mit CP/M groß geworden - ich muss mir dass nun nach 30 Jahren alles neu Stück-für-Stück erarbeiten.

@ Florian: Richtig erkannt! Ich habe noch KEIN Floppy-Interface und bin mir nicht sicher, ob die Implementation noch ins BIOS passt. Dort habe ich sehr viel Platz für die IDE und andere Sicherheitsabfragen "verschwendet", welche ich sehr ungern wieder entfernen möchte. Daher der etwas seltsame Ansatz mit der Silicon-Disk auf Memory-Mapping-Art, und ggf. Auslagerung der "Intelligenz" auf einen Sub-Prozessor für eine SD-Ansteuerung ähnlich a la Lotharek.

@ Ralf: Richtig! Die Floppy wird es LEIDER nicht mehr lange geben - daher auch der Wunsch, SD als Floppy zu nutzen. Nur kann ich nicht die ganzen BIOS-Floppy-Routinen so verwenden wie es nötig wäre, da der Platz fehlt. Das ist nunmal Fakt. Schön wäre es, wenn es ein Skeletal-SD-Interface gäbe (read/write sektor, wait-ready), um erst nur mal die allernötigsten low-level Grundfunktionen ins BIOS zu pflanzen. Dann könne man erst abschätzen, ob das ganze noch Sinn macht, um sich anschließend der Hardware zu widmen.

Grüße in die Runde
Heinrich
--
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Dieser Post wurde am 20.11.2013 um 17:36 Uhr von Hein_Ko editiert.
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033
20.11.2013, 19:13 Uhr
susowa




Zitat:
Hein_Ko postete
Schön wäre es, wenn es ein Skeletal-SD-Interface gäbe (read/write sektor, wait-ready), um erst nur mal die allernötigsten low-level Grundfunktionen ins BIOS zu pflanzen.

Wenn Du an dieser Stelle schon "Bauchschmerzen" hast, musst Du eben auch konsequent sein und auch die Hardware mit auslagern. Das einzige, was Du dann brauchst, ist eine schnelle Z80-Übergabeschnittstelle, welche mit minimalem Codeaufwand zu programmieren ist.

Ich glaube nicht, dass dort jemand für den Z80 eine brauchbare SD-Card-Anbindung entwickelt (hat), da das in Software einfach keinen Sinn macht bei den max. 4 MHz der meisten Systeme - dafür würde man sicherlich Z80-kompatible Hardware entwickeln müssen.

Bei Dir kann das anders sein, da das System wesentlich schneller ist - aber dann wirst Du es eben auch von Grund auf selbst machen müssen.

Ich stand beim NW-Interface vor einem ähnlichen Problem, weil ich es bei 1,75 MHz möglichst schnell haben wollte, damit bei der Anbindung der Fremdhardware die Performance und damit die Benutzbarkeit für den Anwender und die daraus folgende Akzeptanz nicht total auf der Strecke bleiben.

Man landet dann immer bei einer PIO auf der Z80-Seite, welche das Übertragungsprotokoll (bidirektionaler Bytetransfer=>read/write sektor) und ein einfaches Hardwarehandshake (=>wait-ready) für sichere Datentransfers schon mitbringt.

Alles andere erledigt die andere Seite, welche damit unabhängig vom Z80-System bleibt. Dann kannst Du an den Atmel ranhängen, was Du willst und auch mit BASCOM programmieren, wenn es denn sein muss :-). Irgendwo muss die BIOS-Funktionalität ja schliesslich immer noch umgesetzt werden.

MfG
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034
20.11.2013, 19:50 Uhr
Hein_Ko

Avatar von Hein_Ko


Zitat:
susowa postete

Zitat:
Hein_Ko postete
Schön wäre es, wenn es ein Skeletal-SD-Interface gäbe (read/write sektor, wait-ready), um erst nur mal die allernötigsten low-level Grundfunktionen ins BIOS zu pflanzen.

Man landet dann immer bei einer PIO auf der Z80-Seite, welche das Übertragungsprotokoll (bidirektionaler Bytetransfer=>read/write sektor) und ein einfaches Hardwarehandshake (=>wait-ready) für sichere Datentransfers schon mitbringt.
MfG

Yep
Ich werde dann erst mal eine simple 1MB SRAM-Karte (quasi als Laufwerk A: unter CP/M versuchen einzubinden) plus einen zusätzlich adressierten PIO mit Piggyback Stecker kombinieren, so dass man später dann einen ATMEL oder Propeller mit SD-Slot aufsetzen kann. Da kann man sich ja später in den Protokollen regelrecht austoben

Grüße
--
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035
20.11.2013, 21:49 Uhr
atzensepp




Zitat:
Hein_Ko postete
Hallo CP/M-Freunde
...
@ Wolfram: Ja, YAZE hört (liest) sich gut an, bringe es aber leider bei mir nicht zum laufen. Habe keine EXE. Muss man das auf DOS (Windows) nochmal neu compilieren?

...
Heinrich

Ein Compilat für Windows habe ich hier gefunden:
http://www.mathematik.uni-ulm.de/users/ag/yaze/winbinaries/

Grüße
Florian
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036
21.11.2013, 19:35 Uhr
Hein_Ko

Avatar von Hein_Ko

Hallo Florian

Danke für den Link. Klappt richtig super...
Grüße, Heinrich
--
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Dieser Post wurde am 21.11.2013 um 19:37 Uhr von Hein_Ko editiert.
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037
22.11.2013, 09:27 Uhr
Alfred

Avatar von Alfred


Zitat:
Hein_Ko postete
Die Farbe der Blende ist egal. Die Floppy wäre für einen DOS-Rechner, der mögl. KAYPRO 10 und Phillips P2000 (160/640k?) Disketten mit DISK22 lesen/schreiben kann.

Hallo Heinrich,

eigentlich brauchst du zwei Laufwerke, denn die HD-Drives sind immer ein Kompromiss.

Es funktioniert bei neuen Disketten immer, bei bespielten wegen der unterschiedlichen
Spurbreite oft nur in eine Richtung. Alternativ kann man die Disketten vorher mit einer
großen Drossel komplett löschen (sofern man eine hat).

Für 48-TPI wäre das FD-55B geeignet und für 96-TPI ein FD-55F.

PS: Falls mir mal eines in die Hände fällt, werde ich mich melden ...

Viele Grüsse
Alfred
--
Das Leben ist verdammt kurz (meine Meinung)!
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038
22.11.2013, 13:44 Uhr
Hein_Ko

Avatar von Hein_Ko


Zitat:
Alfred postete
PS: Falls mir mal eines in die Hände fällt, werde ich mich melden ...

Supi !
--
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039
22.11.2013, 21:20 Uhr
atzensepp



Hallo,

Auf dem FTP-Server habe ich eine interessante Anleitungen gefunden, wie man ein TEAC FD 55 GFV Disk-Laufwerk für Betrieb mit Prof80 umrüstet:

ftp://ftp.gaby.de1.biz/2/268517_81539/pub/cpm/znode51/germany/uwedisks/uwe3/megadrv.doc

Die Datei hat ein merkwürdiges Format. Wenn man sie mit Notepad öffnet, sind immer die letzten Zeichen der Worte verhundst, da immer das MSB als Wortende-Zeichen gesetzt ist. Der Text ist schon lesbar aber schwer.
Gibt es ein Programm mit dem man das Format konvertieren kann?

Grüße
Florian
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040
22.11.2013, 22:43 Uhr
atzensepp



inzwischen hab' ich ein kleines Perl-Script, das die High Bits rauslöscht.
Aber die Anleitung hilft nur was in Verbindung mit der Prof80-FDD-Schaltung.
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041
22.11.2013, 23:57 Uhr
HD64180CPM



Hallo Florian,

die Datei MEGADRV .DOC ist eine CP/M Textdatei.


CP/M Text Anfang

Das 11. Diskettenformat für den PROF-80
---------------------------------------

Autor : Wolfgang Mües Stand : 29.8.1987
Hagenring 22
3300 Braunschweig




Sowas ! Kaum hat man tief in die Tasche gegriffen und sich ein
oder 2 von diesen guten Drives angeschafft, mit denen man nun
wirklich alle Formate lesen kann ( wie beim IBM AT, ha ! ) - da
gibt's schon wieder was Neues ! Von wem ? Na klar : IBM. Die
Drives in den neuen IBMs haben nämlich nicht 1.6 Mbytes, die
haben volle 2 Mbytes. Dazu heißt es dann :
"... Auf diesen neuen Industriestandart für 3.5-Zoll-Drives haben
sich die Drive-Hersteller vor einigen Jahren geeinigt.."

Das heist, soo umwerfend ist das neue Format auch nicht : 300
U/min bei 500 Kbit Datenrate und 2 x 80 Tracks, das macht 2
Mbytes unformatiert. Bevor man jetzt seine alten Drives weg
schmeißt ( oder mir stiftet, Adresse s.o. ), sollte man sich ein
wenig Schmalz vom Ohr ins Gehirn stopfen und folgende
Betrachtungen anstellen :

- 300 U/min gegenüber 360 U/min sind 20 % mehr Daten auf der
Diskette. Jede normale Diskette hat so viel Reserve.
- beim PROF-80 gibt's doch so viele überflüssige Anschlüsse am
Floppy-Stecker. IN USE z.B. hängt doch eh nur in der Luft, und
Pin 4 des Floppies ist auch noch frei ( wer macht denn HEAD
LOAD noch auf Kommando ).
- Wenn man jetzt noch am Drive den Anschluß zur Umschaltung der
Geschwindigkeit findet, kann doch gar nichts mehr schiefgehen!

Gesagt, getan. Zuerst die Hardware ( TEAC FD 55 GFV ) :

- Draht von Pin 4 Floppy-stecker zum gemeinsamen Pin von Strap
I/II führen ( und anlöten ! )
VORSICHT ! ( vorerst NICHT auf Drive A - manche Formate booten
so schlecht mit 300 U/min...
- Straps HG, U2, RY ( und ein DS ) on, alle anderen off.
- auf dem PROF-80 den Pin 5 von Z16 ( 7406 ) hochbiegen und mit

Pin 5 von Z45 ( 74LS259 ) verbinden.
- Jumper J2 auf 2-3, J1 auf 1-2 ( default ).

Wenn man von diesem Format nicht booten will, reicht bei der
Software ein Eingriff in FDPROFBK.ASM und CINIT.ASM, und - oh
Wunder - alles bleibt kompatibel. Wenn jetzt einer von diesen
Chaplins kommt und protzen will, kann er was erleben har har.

.. Und wenns jetzt doch nicht geht mit dem Drive, weil man die
Geschwindigkeit nicht drosseln kann ? Wer weiß, vielleicht
merkt der FDC gar nicht, wenn man den Quarz umschaltet .. Wenn
man das alles gemacht hat und es wimmelt auf der Disk nur so
von Lesefehlern, sollte man barmherzig sein und seinen Floppies
eine Kur gönnen. Der Leseverstärker fängt sich 'ne Menge
Schmutz ein, und für eine solche Hochleistung braucht er
vielleicht Hilfe : eine elektromagnetische Abschirmung des
ganzen Laufwerks, und Grabesstille zieht ein. Ich habe mein
Drive mit 0.5 mm Kupferblech aus dem Bastelladen eingehüllt.
Kann ich nur empfehlen ! ( Vielleicht liegt es auch nur daran,
daß mein Monitor über den Drives steht, das Schaltnetzteil
dahinter und die Platinen direkt daneben ...)
Zum Schluß was zum Ansehen :

B: Drive Characteristics
13,904: 128 Byte Record Capacity
1,738: Kilobyte Drive Capacity
512: 32 Byte Directory Entries
512: Checked Directory Entries
128: Records / Directory Entry
16: Records / Block
176: Sectors / Track
1: Reserved Tracks
1,024: Bytes / Physical Record


auch haben wollen ?

CP/M Text Ende


Gruss

Rolf
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042
23.11.2013, 22:32 Uhr
atzensepp



Hallo Rolf,

vielen Dank für die "Übersetzung". Was heißt CP/M-Textdatei?
Bedeutet das, dass man sie auf einem CP/M-System normal ansehen kann?

Grüße
Florian
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043
23.11.2013, 23:23 Uhr
HD64180CPM



Hallo Florian,

ja auf einen CP/M-System kann man die Datei MEGADRV.DOC normal ansehen.

Bei der Datei MEGADRV.DOC wurde wahrscheinlich Wordstar zum schreiben benutzt.

Gruss

Rolf
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044
25.11.2013, 08:55 Uhr
Peter Dassow

Avatar von Peter Dassow


Zitat:
HD64180CPM postete
Hallo Florian,

ja auf einen CP/M-System kann man die Datei MEGADRV.DOC normal ansehen.

Bei der Datei MEGADRV.DOC wurde wahrscheinlich Wordstar zum schreiben benutzt.

Gruss

Rolf

Das trägt zur Erheiterung meinerseits bei (nicht Deine Antwort, aber das Thema). Unter CP/M war es üblich, normale ASCII-Textdateien auch mit der Dateiendung .DOC zu versehen. Es gab tatsächlich eine Welt _vor_ Microsoft Word ;-)
Davon abgesehen sieht eine Wordstar-Datei (ja, auch da wurde die Endung .DOC benutzt, es gab keine Festlegung welches Programm das für sich beansprucht) aber nicht unbedingt wie eine normale ASCII-Textdatei aus, man findet in der Wordstar-Datei jede Menge Zeichen, wo das 8.te Bit gesetzt wurde (könntest Du z.B. mit einem Programm wegfiltern, welches das 8.te Bit einfach weglöscht, den "Rest" aber (pro Zeichen) stehen lässt).
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045
07.12.2013, 12:53 Uhr
Hein_Ko

Avatar von Hein_Ko

Hallo liebe CP/Mler,

die neue SRAM-Floppy läuft nun endlich auch mit 20 MHz. Nur der Speicherschutz funktioniert noch nicht so, wie es sein sollte. Da muss ich nochmal ran. Auf die PIO wurde ganz verzichtet, stattdessen ist der SRAM-Bus samt Steuerleitungen auf den 40pol. PF-Stecker verlegt worden. So kann später im Betrieb der Adressbus von den drei 74er-Latches und dem CPLD disabelt werden, sowie ein zweiter Bus (z.B. mit Propeller-SD) die RAM-Daten eigenständig einlesen bzw. auf SD-Karte schreiben bzw. zurück kopieren. Die Erweiterung wird dazu später huckpack gestapelt, um u.a. die SD-Karte von der Fontplatte her auswechseln zu können.

Foto unter: http://www.kolter.de/SRAM-DISK.jpg

Nun suche ich noch gut dokumentierte Z80 Quellen zu CP/M 3.

Schöne Grüße in die Runde
Heinrich
--
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Dieser Post wurde am 07.12.2013 um 13:00 Uhr von Hein_Ko editiert.
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046
07.12.2013, 20:12 Uhr
atzensepp



Tolle Sache! Ich wüsste nicht mal, wo es VG-Steckerleisten gibt :-)
Wozu dient der CPLD? Ist das ein Pio-Ersatz?
Wie wird das angesteuert? Hast Du schon Treiber-Routinen fürs Bios?

Grüsse, Florian
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047
08.12.2013, 00:33 Uhr
Hein_Ko

Avatar von Hein_Ko

Hallo Florian

Yep, ich habe den CPLD quasi als PIO misbraucht. Man kann ja mit diesen Super-GALs eine ganze Menge machen - so auch eine PIO nach Maß

Im BIOS ist die SRAM-DISK jetzt als Laufwerk A: mit 1024 k integriert. Die Steuerbefehle sind sehr einfach gehalten um möglichst wenig Code zu genereieren und andererseits schnellen Datentransfer zu erreichen. Die Karte belegt nur fünf 8-Bit I/O-Register ab 80h. Die RAM-Adressierung erfolgt mit drei Latch-ICs: 1x low-cylinder 0..255, 1x high-cylinder 0..31, und 1x A0-A6 für 128 Sektoren. Die Umschaltung von A19 erfolgt im CLPD mit einem FlipFlop (nach Prüfung von D4 im high-cylinder). Damit werden die beiden RAMs über die /CS chip-select Leitungen entsprechend der Adresslage dann umgeschaltet. Da ich die RAM-Adressen als linearen 1MB Block nutze und die Adresse A7 geshiftet in das low-Register verdrahtet habe, muss nichts mehr umgerechnet werden. Nach 128 Byte (ein Sektor) wird das low-Byte einfach weiter inkrementiert.

Hier ein DISKSTAT Foto, wie der DPB aufgebaut ist:
http://www.kolter.de/CPM-system001.jpg

Grüße, Heinrich
--
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Dieser Post wurde am 08.12.2013 um 00:41 Uhr von Hein_Ko editiert.
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048
08.12.2013, 20:05 Uhr
atzensepp



hallo Heinrich,

Danke für Deine Erklärungen. Mit 20Mhz müsstest Du auch passable Datenraten hinbekommen. Als nächstes baust Du sicher den Propeller für SD-Karte.
Das SEPIA System läuft unter CP/M? Programmieren Endkunden damit?
Da auch Ethernet dabei ist käme auch NutX als OS in Frage.
Aber diese Bemerkung ist in diesem Forum Ketzerei.

Viele Grüsse, Florian
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049
08.12.2013, 21:07 Uhr
Hein_Ko

Avatar von Hein_Ko

Hi Florian

Ja, die SD mit dem Huckepack-Propeller kommt als nächstes dran
Das ideale Weihnachtsprojekt

Aber nee, CP/M betreibe ich lediglich als Hobby. SEPIA beinhaltet einen Real-Time BASIC-Interpreter (RT-ZBAS) mit jede Menge Advanced Befehle zur schnellen Unterstützung der Hardware. Das ist quasi ein eigenes OS, hat aber mit CP/M nichts weiter gemeinsam. Damit man aber beide OS in einem System nutzen kann, gibt es nun einen Boot-Manager in der Eingangsmaske, von wo man nach RT-ZBAS, oder einem Z80 Debugger mit IDE-Analyzer, oder direkt zum CP/M loader (auf der MEM-Karte) springen kann. Foto: http://www.kolter.de/sepia-dualboot.jpg ... nach "C" -> http://www.kolter.de/cpm-sys-loader.jpg

Ethernet kann das Ding auch schon. Dabei wird die serielle COM der Konsole (oder wahlweise COM2..7) mit 115 kBd komplett über XPort® getunnelt und via Redirect-Treiber als virtuelle COM in Windows eingebunden. Somit kann das System auch Remote betrieben werden - z.B. aus Profilab-Expert heraus.

Schöne Grüße, Heinrich
--
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Dieser Post wurde am 08.12.2013 um 21:23 Uhr von Hein_Ko editiert.
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